Was sich für Marken jetzt alles ändern wird – und wie du damit umgehen solltest

Covid-19 verändert die Welt. Es gibt kaum einen Lebensbereich auf den der Corona-Virus keinen Einfluss hat – auch im Marketing. Noch ist nicht abzusehen, wie lange der Ausnahmezustand anhält. Sicher ist jedoch, dass sich viele Dinge auch für längere Zeit ändern werden. Zeit also für Änderungen, Anpassungen und Optimierungen bei Marken. 5 Dinge, die sich durch Corona ändern werden – und wie du damit umgehen sollten.

Transparenz wird zur Grundlage jeglicher Kommunikation

Ich habe es bereits in einem früheren Beitrag geschrieben: Wenn uns das Corona-Virus eine Sache lehrt, dann die, dass keiner von uns (weder Privatpersonen, Unternehmen oder Marken) immun gegen die Auswirkungen ist. Wir alle sind verletzlich. Marken haben nun zwei Möglichkeiten, wie sie damit umgehen können. Erstens, und das halte ich für einen Fehler, können sie versuchen ihre verletzliche Seite in dieser Zeit zu verstecken. Logisch, auf den ersten Blick entsteht so vielleicht bei dem ein oder anderen der Eindruck, dass es sich hier um eine besonders souveräne Marke handelt, doch für wie lange kann dieses Image aufrechterhalten werden?

Die Alternative: Souveränität anders verstehen! Nämlich als offene Kommunikation der Stärken und eben auch der Schwächen. Diese Form der Transparenz im Endeffekt die wahre Stärke einer Marke und verschafft dem Markenprofil Tiefgang.

Die Kunden sind sensibilisiert und verlangen Haltung

Apropos Transparenz. Diese ist deshalb so wichtig, weil wir durch die Corona-Pandemie mit einer äußerst sensibilisierten Kundschaft zu tun haben. Dort, wo Fehlverhalten und fragwürdige Management-Entscheidungen in der Vergangenheit vielleicht noch durchgingen, drohen Marken zunehmend immense Schäden. Die besten Beispiele: Marken wie Adidas, H&M, Deichmann und Co., die für ihre Ladenlokale die Mieten aussetzen wollten oder immer noch wollen.

Die Frage ist: Lohnt sich die vorübergehende Mietersparnis bei derartigen Reputationsschäden? Andere Unternehmen gehen derweil einen anderen Weg und setzen positive Zeichen. Der deutsche Mode-Konzern Trigema beispielsweise hat seine Produktion auf Mundschutz-Masken umgestellt.

Teure Werbekampagnen sind out – starke Marken investieren in Menschen

Ein weiterer Punkt: Corona vernichtet auch immense Summen an Geld. Sei es an der Börse, auf dem Firmenkonto oder im privaten Geldbeutel. Für einige Manager ist es nach Jahren des Aufschwungs eine völlig neue Situation, die Fragen aufwirft. Logisch, wer antizyklisch denkt, könnte zum Entschluss kommen, dass gerade jetzt eine hohe Werbepräsenz sinnvoll seien könnte. Doch welches Risiko gehe ich damit ein? Bedeutet ein weiterhin hohes Werbe-Etat, dass meine Mitarbeiter in Kurzarbeit müssen oder sogar um ihren Job bangen müssen? Falls ja, halte ich eine solche Taktik für viel zu kurzsichtig.

Wie bereits unter Punkt 2 beschrieben, versteckt sich hinter dem Begriff „Haltung“ nicht nur eine öffentlich wirksame Präsentation gegenüber dem Kunden, sondern in erster Linie das authentische Vorleben von Werten, die in erster Linie der Belegschaft Sicherheit geben sollen. Bereits in meinem ersten Buch und gleichzeitig Bestseller „Meine Marke“ habe ich dargestellt, dass die Mitarbeiter die wichtigsten Markenbotschafter sind.

Marken, die diesen Fakt außer Acht lassen, könnte es am Ende wie einer Sternschnuppe ergehen: Diese leuchtet auch besonders hell für einen kurzen Moment, erlischt in Folge aber endgültig.

Ohne Social Media und Online-Shop gibt es keine Zukunft mehr

Eigentlich ist es ein alter Schuh. Nicht umsonst habe ich in meinem neuesten Buch „Ich Endlich Einzigartig“ dem Thema „Social Media“ ein ganzes Kapitel gewidmet. Doch ich sage es gerne noch einmal: Die Markenpräsenz im WWW ist wichtig und wird in Zukunft noch wichtiger werden. Die Corona-Krise beschleunigt diesen Prozess.